Archive for the 'Leben oder so ähnlich' Category

Die Grippewelle und Ich

Karneval ist vorbei, die Grippewelle leider noch nicht. Mich hat es auch niedergestreckt. Und mein gesamtes Umfeld. Und im laufe dieser Grippewelle gab es für mich eine Premiere. Ich hatte das erste Mal eine wirklich echte Influenza. Bisher bin ich immer verschont geblieben, vermutlich weil ich mich jedes Jahr habe impfen lassen. Nur dieses Jahr hab ich es verpennt. Und Zack! Ich muss sagen… Elend, wirklich Elend ging es mir. Einen Tag habe ich sogar komplett verschlafen. Ich bekomme so gut wie nie Fieber, daher haben mich über 39 Grad schon ziemlich aus den Schuhe gekickt. Und dann noch mehrere Tage anhaltendes Fieber über 38 Grad. Dazu Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und die übelsten Gliederschmerzen. Nach ein paar Tagen wusste ich wirklich nicht mehr wie ich noch sitzen oder liegen soll. Mittlerweile ist das Fieber zum Glück weg, der Schnupfen auch. Nur meine Stimme ist noch eine wenig , na sagen wir schräg. Und der Husten ist noch nicht ganz weg. Aber ich denke noch einige Tage und es ist durchgestanden.

Back to Life

Lange, lange, lange, sehr lange habe ich nichts mehr gebloggt. Und das hätte mehrere Gründe. Das Studium nimmt einiges an Zeit ein, immerhin habe ich 5 Semester hinter mir. Dann war ich einige Zeit mit dem geheimen Blogprojekt beschäftigt ( ja, es kommt. Dieses Jahr!) . In meinem Privatleben gab es einiges, das definitiv Vorrang hat vor der Bloggerei. Und schließlich hatte ich lange Zeit das Gefühl schlicht nichts mehr zu sagen zu haben. Ich hatte das Gefühl alles wichtige ist erzählt, und es gibt viele andere die mehr erzählen können als ich. Fakt ist, ich bin nur noch wenige Stunden im Monat im Krankenhaus, und in der Zeit ist soviel Stress , das ich einfach nichts fand was mich inspirierte zu schreiben. Mittlerweile steht mein Studium relativ nah vor seinem Ende und ich beginne verstärkt darüber nachzudenken was danach kommt. Und dabei ist mir einiges eingefallen das sich zu bloggen lohnt. Und auch so gibt es einiges an Gedanken die ich gern teilen möchte, auch wenn es sich nicht auf Erlebnisse im Krankenhaus bezieht. Daher macht euch darauf gefasst in der nächsten Zeit ein paar Veränderungen zu erleben. Neue Kategorien werden Einzug halten und das ein oder andere wird sich ändern 😉 aber ich bleibe immernoch die selbe.

Ich hoffe einige von euch sind mir treu geblieben. Ich freue mich drauf von euch zu hören.

Liebe Grüße

Die Kranke Schwester

Was so los war

Die letzten 2 Wochen war ich irgendwie im Stress. Erst haben mich Schulterschmerzen lahmgelegt und dann war soviel zu tun, dass ich zu nichts gekommen bin. Ich hab in den vergangenen fünf Tagen sechs Kuchen gebacken und der komplette April ist verplant. Nicht ein Tag ohne Termine. Da sag noch einer das studentenleben sei entspannt -.-

Lalalalalaaaaaa

Da bin ich wieder.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Kurze Zusammenfassung:

-im Krankenhaus nichts wirklich spannendes, Kunststück bei den wenigen Arbeitsstunden

-im Studium bin ich im 4. Semester angekommen. Ein großer Spass.

-privat nix neues. Ausser mein neues Waschbecken

im Blog…. nunja. Sichtbar (noch) nichts. Aber das geheime Blogprojekt ist vollständig geplant. Ich arbeite noch an der Umsetzung. Da ich ein ausgesprochenes *hust* Technikgenie bin, habe ich damit noch so meine Probleme. WordPress scheint meine Wünsche nicht erfüllen zu können. Oder aber ich bin zu blöd ihm meine Wünsche so mitzuteilen, dass es die versteht. Also bin ich gerade dabei Alternativen zu testen. Aber so wirklich glücklich bin ich damit nicht.

Somit heißt es noch ein wenig Geduld, dann ist das geheime Blogprojekt bald umgesetzt 🙂

Eine Ode an den König

Ein Detail meines Archivs muss ich separat erwähnen. Mein lieber Freund, der König von Bremen, hat mir seinerzeit einen Kommentar hinterlassen über den ich heute wieder herzlich lachen musste.

>>König von Bremen 30. August 2009 um 23:28

Kennengelernt habe ich seine Majestät während der Ausbildung. Als ich mich im Mittelkurs durch die ersten Tage auf der Intensiv quälte war er, frisch examinier, an meiner Seite. Als ich , frisch examiniert, Panikattacken ausstand, war er gegenüber auf der Intensiv. Und immer bereit zu mir zu eilen. Sogar den Dienst getauscht hat er, damit er während meiner ersten Nächte auch da war. Wir haben Sorgen geteilt und Cuba Libre. Wir haben soviele Insiderwitze das uns schon mehrmals eine Beziehung angedichtet wurde. Er hat mit mir konsequent an allen Weihnachtsnachtdiensten eine Weihnachtsmütze getragen und ist mit mir nach der Heiligen Nacht mit selbigen Mützen bekleidet morgens um 7 in eine Bar geschlurft um ein Feierabendbier zu trinken. Ich durfte nach einer langen Nacht auf hohen Absätzen mit seinen alten Klinikschlappen nach Hause laufen.  Irgendwann hat er dann die Nachbarschaft, sprich Intensiv, verlassen um sich der Anästhesiepflege zuzuwenden. Und dann kam der Tag als er das Krankenhaus und die Stadt verlies. Erst trennten uns 200km , nun über 400km. Schmerzlich, wo es früher nur 10 Minuten waren (in den Klinikschlappen eher 15 😉 ) Wir sehen uns viel zu selten. Wir hören uns viel zu selten.

Eure Majestät, ich weiß , das sie das lesen. Du fehlst mir hier.

Eigentlich…

…wollte ich heute einen Artikel über Betriebsblindheit schreiben.

…sollte ich noch nicht so müde sein.

…bin ich aber viel zu müde um überhaupt was zu schreiben.

…dachte ich , ich hätte nur noch wenig über die Arbeit im Krankenhaus zu sagen.

…finde ich das sehr schade.

… hatte ich vor das wieder zu ändern.

…hätte ich Ostern arbeiten müssen.

…eigentlich hatte ich garkeine Lust mehr im Krankenhaus zu arbeiten.

…ist die Arbeit in der Pflege mein Traumberuf.

…vielleicht sogar soetwas wie meine „Berufung“

…ist es traurig das die Arbeitsbedingungen einem den Traumjob so vermiesen können.

Was wäre wenn – Blogaktion

Gestern haderte ich mal wieder mit mir ob ich nicht doch lieber Medizin studiert hätte, da schrieb die kleine Aufschneiderin mir im Twitter ich solle darüber doch einen“Was wäre wenn“ Artikel schreiben. Und nach kurzem Nachdenken fand ich die Idee garnicht schlecht. Viele von uns haben einen Beruf den sie gerne ausüben würden, also warum nicht mal den anderen erzählen wie man sich einen Tag im Traumjob so vorstellt? Und herausfinden was genau man eigentlich über den vermeindlichen Traumjob weiß.  Sollte jemand in seinem Traumjob arbeiten , dann kann er oder sie auch gern seinen Albtraumjob beschreiben 😉

Ich mache mal den Anfang und beschreibe meinen Tag als Ärztin 🙂

Ein wenig Klischee und Idealisierung sehe man mir bitte nach …ich bekomm ja immer nur Bruchstücke mit und schließlich will man beim Traumjob ja nicht ans negative denken 😉

Montag morgens halb 8 in einem Krankenhaus auf dem Land. Frau Dr. Kranke Schwester schlürt auf die Station und zieht sich im Arztzimmer um. Als ich auf den Flur trete spricht mich direkt Schwester Katja an…tausend Sachen die nach dem Wochenende geklärt werden müssen. Aber nichts davon klingt lebensbedrohlich, also erstmal zur Frühbesprechung. Dort besprechen wir… irgendwas, ich hab keine Ahnung. 😉 Dann zurück auf die Station, Kaffee holen und erstmal auf den neuesten Stand gebracht werden. Welche Patienten sind neu , was war am Wochenende? Dann dem Pflegepersonal die Kurven abringen und Visite machen. Die meisten Patienten frühstücken gerade , einige sind bei Untersuchungen, also geht es relativ schnell. Zwischendurch kommt immer mal jemand vom Pflegepersonal und fragt dieses und jenes. Noch schnell zwei Viggos (Venenverweilkanüle, die lustigen bunten „Nadeln“ im Arm für Infusionen) legen, naja schnell ist relativ, und dann ins Arztzimmer.

Was ich da nun mache? Gute Frage. Ich tippe jetzt mal darauf das ich Befunde durchsehe, Briefe diktiere, Anrufe annehme, mich mit Kodierung herumschlage und Untersuchungen hinterher telefoniere.

Hmm was mache ich als Ärztin sonst noch? Mit meinen Kollegen sprechen, Anordnungen in die Kurven schreiben, Frühstückspause machen. Dann wieder im Arztzimmer am PC herumwerkeln. Telefonate und Gespräche mit Angehörigen führen, Vormittags in der schlecht besetzten Funktionsabteilung Untersuchungen machen. Dabei immer wieder Telefonate von Station annehmen weil Fragen sind. Mittags wieder auf Station aufschlagen. Mittagspause machen. Dann ist wieder eine Besprechung von 13 bis 14 Uhr. Ich vermute mal wir besprechen die Befunde der OP’s oder größeren Untersuchungen wie Herzkatheter und ähnlichem.

Wieder auf Station erstmal Kaffee trinken und dann wieder Befunde sichten. Gespräche mit Angehörigen und mit Patienten die meinen es sei keine Visite gewesen *seufz*

Wenn Wochenmitte wäre hätte ich Nachmittags noch Oberarztvisite. Da kann ich dann das Pflegepersonal ärgern in dem ich alles was ich morgens angesetzt habe wieder ändere 😉

Was mache ich den Rest des Nachmittags? Hmm vielleicht hänge ich EK’s an. Mache ein Punktion. Und weiter Papierkram, Gespräche, Telefonate. Mehr Kaffee…

Und dann pünktlich (haha) um 17.00 Uhr ziehe ich mich um. Auf dem Weg durchs Dienstzimmer fängt mich jemand vom Pflegepersonal ab und ich muss noch Marcumar ansetzten 😉 Und dann gehe ich nach Hause.

So, das ist eine Mischung aus meinen Beobachtungen, Vermutungen und Vorurteilen über den Job der Arztes. Wie man sieht eindeutig gefärbt von der Arbeit auf einer internistischen Station. Wenn ich wirklich Medizin studieren würde wäre ich allerdings nicht Internistin geworden. Und auch keine Chirurgin. Mich würde die Anästhesie reizen. Aber da ich leider nicht viel im OP gearbeitet habe kann ich dazu absolut keinen Tagesablauf schreiben.

Jetzt gebe ich das ganze frei und hoffe auf eure Kommentare. Was sehe ich falsch? Was habe ich vergessen? Wo trügt der Schein? Was ist Klischee?

Ich freue mich auf Kommentare und hoffe das der ein oder andere sich beteiligt und seinen Tag im Traumjob beschreibt. 🙂


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Was sie schon immer über die Kranke Schwester wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

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