Werksspionage

Es ist also soweit. Morgen in einer Woche werde ich mich in die Hände von Berufskollegen begeben müssen. Das wochenlange herumlaufen mit einem VAKOped hat mir nichts gebracht ausser dicke Schürfwunden und einen komplett dunkelblauen großen Zehennagel. Von den Oberschenkel – und Rückenschmerzen auf Grund der ständigen schiefen Haltung durch den 15° Winkel des Fusses rede ich lieber garnicht.

Am Montag darf ich mich also so wie es aussieht in ein Krankenhaus meines Vertrauens begeben. Welches das sein wird weiß ich noch nicht. Nur mein eigenes wird es nicht sein. Soviel steht fest. Ich möchte nicht im OP Hemd vor lauter Kollegen rumliegen. Ich möchte nicht das jeder meiner Kollegen im PC meine Krankengeschichte ansehen kann. Ich möchte nicht Physiotherapie machen mit den Menschen mit denen ich später wieder zusammenarbeite. Ich bekäme sicher ein nettes Zimmer und Chefarztvisite. Und auch viel Besuch. Aber das möchte ich nicht. Krank sein und operiert werden ist für mich etwas sehr privates. Und auch wenn ich mich mit vielen Kollegen sehr gut verstehe möchte ich sie doch nicht alle so sehr an meinem Privatleben teilhaben lassen.

Ich werde einfach mal schauen wie es anderswo so läuft. Wie die Zimmer aufgeteilt sind. Wie die Schichtbesetzung ist. Wie die Kollegen ihre arbeit machen. Ich bin gespannt.

6 Responses to “Werksspionage”


  1. 1 Svenja-and-the-City 2. August 2009 um 17:32

    Ich kann gut verstehen, dass du nicht in dein eigenes Krankenhaus willst.

    Falls ich mich mal festnehmen lasse, dann würde ich auch nicht so gerne bei uns unten im Gewahrsam liegen.

  2. 2 sternenmond 2. August 2009 um 18:47

    Ohje… dann drück ich dir ganz fest die Daumen und dass danach endlich Schluss ist mit der Invalidität🙂.

    Ansonsten wäre mir auch nicht wohl dabei in meinem Krankenhaus operiert zu werden. Wie ich mich dann aber im Zweifelsfall tatsächlich entscheiden würde, weiß ich auch nicht.

  3. 3 andrella 2. August 2009 um 20:34

    Immer eine interessante Erfahrung mal die Seite zu wechseln und dann auch noch in einem „fremden“ Haus.
    Ich wünsche alles Gute für die OP und einen möglichst angenehmen Aufenthalt.
    Bin gespannt was es dann zu berichten gibt.
    LG Andrella

  4. 4 medizynicus 2. August 2009 um 20:39

    O Mann, klingt ja nicht unbedingt erheiternd…
    Wünsche Dir jedenfalls alles Gute und vor allem dass die Geschichte damit dann endlich mal fertig ist!

  5. 5 schwestertrauma 3. August 2009 um 12:54

    Kann dich sehr gut verstehen. Würde auch nicht wollen, dass mich lauter Kollegen im Flatterhemd sehen und womöglich noch auf die Bettpfanne setzen…

    Dann bleibt mir nur zu sagen: alles Gute für die OP und dass es danach hoffentlich endlich mal berauf geht! =)

  6. 6 Chris 4. August 2009 um 10:41

    Auch von mir alles Gute und viel Glück. Ich drück ganz doll die Daumen, dass das dann im Krankenhaus wieder alles in Ordnung kommt.

    Und das mit dem eigenen Krankenhaus kann ich auch gut verstehen. Ich würde mich auch sehr ungern, bis auf einige wenige Ausnahmen, von meinen Kollegen fahren bzw versorgen lassen bzw im eigenen Rettungswagen.


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Was sie schon immer über die Kranke Schwester wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

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