Es tut mir Leid ihnen das sagen zu müssen, aber II

Nachdem ich darüber geschrieben habe wie es manchmal dazu kommt das nicht der Arzt die Todesnachricht überbringt sondern jemand anderes, möchte ich jetzt noch kurz etwas sagen dazu wie es dann weitergeht.

Ein Patient ist verstorben, die Angehörigen deren Telefonnummer hinterlegt war oder die gerade auf Station anwesend waren haben vom Arzt mitgeteilt bekommen das ihr Vati (Mutti, Bruder ,Schwester wer auch immer) verstorben ist. Diese Angehörigen werden nun einen Bestatter beauftragen alles weitere zu Regeln, sie werden eine Todesanzeige in der Zeitung veröffentlichen. Sie werden weitere Familienmitglieder und Freunde informieren…

So oder so ähnlich stellt man sich das ganze vor. Vor einigen Tagen stieß ich in unserer Tageszeitung jedoch auf eine Todesanzeige die nahelegt das es nicht immer so läuft. Die Anzeige enthielt Namen, Geburts- und Sterbedatum. Und darüber hinaus noch folgenden Text :

“ Nicht durch meine Familie sondern durch Fremde musste ich erfahren das du, meine Mutter, gestorben bist.“

Beim lesen dieser Anzeige musste ich schlucken. Und dann begann ich mich zu Fragen was zwischen Familienmitgliedern vorgefallen sein muss damit es soweit kommt. Wen hier letztendlich die Schuld trifft das kein Kontakt mehr da ist kann man nicht beantworten. Aber sollte man nicht egal was vorgefallen ist zumindest soweit gehen und der ganzen Familie mitteilen das ein Familienmitglied verstorben ist?!

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5 Responses to “Es tut mir Leid ihnen das sagen zu müssen, aber II”


  1. 1 chefarzt 7. Juni 2009 um 20:37

    Leider ist dies kein Einzelfall.

  2. 2 Mayla 7. Juni 2009 um 21:04

    *schluck*

    Das ist krass… aber wie der Chefarzt schon sagt… sicherlich kein Einzelfall…

  3. 3 Pflege-Uhu 8. Juni 2009 um 01:39

    Viele alte Menschen die dauerhaft ambulant oder stationär pflegerisch betreut werden haben kaum, oder gar keinen Kontakt mehr zu ihren Angehörigen, viele haben sich aus unterschiedlichsten Gründen unwiderruflich zerstritten,..
    Überall wo ich schon gearbeitet habe gab es viele solcher Fälle,.. Wir, oder der Betreuer informieren den Angehörigen der angegeben ist. Verstehen sich die Angehörigen untereinander nicht, werden sie sich wohl auch nicht gegenseitig informieren.
    Das Beispiel was Du schreibst ist schon krass..

    Traurig,..aber öfter als man denkt..

  4. 4 medizynicus 8. Juni 2009 um 08:58

    Liegt es nicht auch an den Angehörigen selbst, sich ab und zu einmal bei der Oma zu melden? Wer zwanzig Jahre lang nichts von sich hören läßt kann auch nicht unbedingt erwarten, dass man ihn sofort anruft, wenn es brennt. Es gibt sicher solche und solche Fälle, aber ich habe inzwischen gelernt, dass man immer beide Seiten hören sollte…

  5. 5 Schw. Kiki 17. Juni 2009 um 03:20

    das ist ja gruselig.


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Was sie schon immer über die Kranke Schwester wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

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