Archiv für November 2009

Ich will einen Einzelarbeitsplatz!?!

Ein nettes Büro. Einen Stapel Akten. Einen PC. Ein paar Blumen. Arbeitszeiten von 8 bis 16 Uhr. Die Wochenenden frei.

Warum ich das schreibe? Nunja. Ich mag meinen Job wirklich. Aber je länger ich raus bin um so mehr kommen mir Zweifel ob es wirklich das ist was ich weiter machen will. Die Bezahlung ist schlecht. Die Arbeitsbedingungen sind mies und werden nicht besser. In Österreich verdient eine Pflegehelferin mit nur einem Jahr Ausbildung soviel wie ich nach 3 Jahren Ausbildung. Das ist nicht fair. Wenn ich arbeite muss ich zusehen das ich die Patienten möglichst schnell “abfertige” damit ich genug Zeit habe für Bürokram, Organisation und Dokumentation. Die Prioritäten sollten andersherum sein. Wer sich Zeit nehmen will, ganzheitlich pflegen der erlebt schnell das es einfach nicht zu schaffen ist. Ich hab in der Ausbildung vieles gelernt um einem Patienten den Aufenthalt im Krankenhaus und auch die Krankheit so angenehm und erträglich wie möglich zu machen. Doch Zeit und Möglichkeit dieses Wissen anzuwenden habe ich nicht.

Ich bin jetzt seit 4 Jahren examinierte Krankenschwester. Seit 7 Jahren arbeite ich im selben Krankenhaus. Und jetzt bin ich müde. Wenn ich meine Kolleginnen besuche oder mit ihnen telefoniere höre ich nur Klagen, Stress und Unzufriedenheit. Ich möchte gerne sagen das ich meinen Job jeden Tag mit Freude mache, aber dem ist nicht so. Ich rege mich auf, ich bin unzufrieden und unmotiviert. Ich habe das Gefühl das es die Chefetage herzlich wenig kümmert wie es um die Motivation der Mitarbeiter steht.

Ich weiß es ist utopisch anzunehmen das es in anderen Branchen besser zu geht. Aber trotzdem überlege ich jeden Tag welcher Job mir statt meinem jetzigen Spass machen könnte. Ich werde in einigen Monaten umziehen. Und mir an meinem neuen Wohnort auch wieder einen Job als Krankenschwester suchen. Aber ich weiß nicht ob ich nächstes Jahr um diese Zeit immernoch als Krankenschwester arbeiten werde.

Die Tasche ist gepackt…

die Unterarmgehstützen (schickes Modell in lila/schwarz ;-) ) lehnen daneben an der Wand. Ich hoffe ich hab alles dabei.

Langsam wird’s ernst

Übermorgen geht es dann doch endlich mal los. 7 Uhr nüchtern auf Station erscheinen. Zu… der Chef hat entschieden…. Ausdünnung der Achillessehne in Vollnarkose. Super. Ich freu mich schon auf das kratzen im Hals nach dem Tubus :/

Gestern hatte ich schon die erste Chance zur Werksspionage. Von 8 Uhr bis 12 Uhr durfte ich die üblichen OP Vorbereitungen über mich ergehen lassen. Blutabnahme, Röntgen, Aufklärungsgespräche für OP und Anästhesie. Das keiner ein EKG wollte macht mich ein wenig traurig. Hätte ich doch gern mal gehabt.

Nunja, der erste Eindruck? Gemischte Gefühle. Ich habe in diesem KH jetzt 3 Assistenzärzte, 2 Oberärzte und den Chefarzt kennengelernt. Das Verhältnis der Gleichen Meinung beläuft sich auf folgendes: Für eine OP am Fersenbein waren 1OA und 1 Assistent, für eine OP an der Achillessehne waren 2Assistenten, 1 OA und der Chef. Nunja, man kann erraten was gemacht wird :-)

Ansonsten, das Pflegepersonal scheint nett aber gestresst.  Die Organisation am Vorbereitungstag war erstaunlich gut. Als erstes Sprach die Apothekerin mit mir um zu schauen welche Medikamente ich nehme (keine *g*) und ob es Wechselwirkungen geben könnte. Sehr gute Sache finde ich, wenn auch bei mir Zeitverschwendung.

Nunja, Donnerstag geht’s los und ich bin schon jetzt reichlich nervös. Aber wenigstens ist endlich mal eine Ende abzusehen. Immerhin.

Wenn ich nach der OP wieder einigermaßen klar im Kopf bin folgt der erste Bericht von der Front ;-)

Und wieder mal die Kitteltasche

DocBlog berichtet uns was sich in seiner Kitteltasche befindet. Da ich momentan krankheitsbedingt keinen Kitteltrage werde ich mal aufzählen was so in meiner Handtasche ist….Ausserdem hab ich über meine Kitteltasche bereits berichtet ;-)

 

In meiner Handtasche sind….

1 normales Handy

1 Touchscreenhandy

3 Schlüsselbunde

Taschentücher

Zigaretten

diverse Feuerzeuge

Schminktäschchen mit Kajal, Wimperntusche, Lippenstift

Geldbörse

Glühweinbonbons

Kaugummi

Moleskinkalender

Kugelschreiber

Minihaarbürste

Deotücher

Digitalkamera

diverse Zettel (Einkaufszettel, Veranstaltungsflyer etc.)

Man sieht also … das typische Frauensurvivalkit.

Liebe Grüße

die Kranke Schwester


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Was sie schon immer über die Kranke Schwester wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.

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